LLMs.txt Dirk Murschall ⁄ Woher kommen Häme und Hass im Internet?

Woher kommen Häme und Hass im Internet?

Vom

Aktualisiert

Einsortiert unter

Das Internet war einst ein Ort, an dem ein kleines Individuum eine Stimme bekommen konnte um gegen die großen Fehlleistungen von Medien, Firmen und Politik vorzugeben. Prof. Dr. Peter Kruse warnte vor ein paar Jahren die Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ in seinem berühmten Talk vor einem in Zukunft extrem starken Kunden und einem extrem mächtigen Bürger. Seine Erkenntnis vom digitalen Schmetterlingseffekt, den kreisenden Erregungen im Netz in Form von Shares und Retweets, machten Schule. In den Kommunikationsabteilungen herrscht mittlerweile die Sorge vor Empörungswellen im Netz.

Nun zeigt sich auch ein anderes Bild. Hass und Häme richtet sich nicht nur gegen offensichtliche und kritikwürdige Missstände in der Gesellschaft, sondern auch beschämenderweise gegen schützenswerte Einzelpersonen, gegen kleine und egale Fehlleistungen oder in Deutschland derzeit in der hässlichen Form von ungefiltertem Fremdenhass.

Am Beispiel eines unbedachten Tweets einer PR-Frau zeigt Jon Ronson diese Veränderung auf, die an vielen Ecken im Netz zu beobachten ist. Er stellt die Frage, wie es soweit kommen konnte dass aus Social Media mit der Möglichkeit, dass kleine Stimmen eine Macht bekommen konnten, eine Überwachungsgesellschaft wurde, in der es am schlauesten ist, stumm zu bleiben.

Über den Autor

Avatar von Dirk Murschall

Dirk Murschall